Für all diejenigen, die einmal die sonst übliche Perspektive ändern wollen, sei ein Besuch in einem Kletterwald oder das Spazieren auf einem Baum-Wipfel-Hochweg (im wörtlichen Sinn!) nahegelegt.

Während das erste Angebot eher die sportlich orientierten Freizeitsportler ansprechen sollte, trifft das Baumwipfel-Wander-Abenteuer wohl eher die ganze Familie, die auch mit Kleinkindern im Kinderwagen faszinierende Ausblicke genießen möchte; daher also auch Rollstuhlgerecht. Hierzu kann ich bislang nur den “WWW” empfehlen, ja den Wald-Wipfel-Weg bei Maibrunn, in der Nähe von St. Englmar. Auf diesem ca. 400 Meter langen Spazierweg, 30 Meter über dem Boden, über den Baumwipfeln des Bayerischen Waldes kann man die faszinierende Aussicht über das Donautal, den Gäuboden sowie die Erhebungen des Bayer. Waldes in sich aufnehmen und so eine völlig neue Sicht der Dinge erfahren. Dieser auf 36 massiven Masten errichtete Spazierweg ist mit seinem stabilen Geländer hervorragend in den Hang eingefügt und ermöglicht so einen barrierefreien Zutritt zu dieser ungewöhnlichen Aussichtsplattform mit dem damit verbundenen Nervenkitzel. Dass sich an diesem Wanderweg ein angegliederter, ca. 2 Km langer Naturerlebnispfad zum Anfassen und Mitmachen befindet, an dem man an 25 Stationen die Flora und Fauna des Bayerischen Waldes spielerisch und mit Ratespielen zum Umweltschutz erleben und begreifen kann, ist vor allem auch für naturbegeisterte Kinder interessant.

Die Eintrittspreise belaufen sich dabei auf ca. 4,- € bis 6,- € – Ermäßigungen sind möglich, nähere Hinweise auf der Homepage: www.waldwipfelweg.de

In dieser Richtung ist auch beim Nationalpark Bayerischer Wald etwas vergleichbares geplant: Die Unternehmer, die bereits in Schönberg einen Hochseilklettergarten betreiben, möchten nämlich das  Hans-Eisenmann-Haus und die Tier-Freigelände, durch einen ca. 40 Meter hohen und ca. 700 Meter langen Weg verbinden. Die Kosten belaufen sich hierbei auf ca. 3,2 mio €, aber der Landrat und der Leiter des Nationalparks sind vom Erfolg diese Projekts überzeugt und loben die naturnahe Integration des geplanten Projekts.

Die Investoren wollen damit die Möglichkeit schaffen, diese Art von Abenteuer risikolos zu machen, aber trotzdem einen gewissen Nervenkitzel, selbst ohne den Anblick wilder Tiere, bei der Durchquerung des Naturparks zu erleben. <script type="text/javascript">// <![CDATA[ google_ad_client = "pub-5898034908399753"; /* 728x90, Erstellt 06.12.08 */ google_ad_slot = "6384335732"; google_ad_width = 728; google_ad_height = 90; // ]]></script> <script src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js" type="text/javascript"></script>

In einem “Kletterwald“, bzw. “Hochseilklettergarten” – wie er mancherorts auch genannt, wird dagegen nämlich einiges an körperlicher Fitness abverlangt. Dabei bewegt man sich nämlich in Höhen von ca. 3 – 25 Meter über dem Boden, quer durch den Wald, zwar gesichert, aber trotzdem läuft man mehr oder weniger nur über hochseilartige Konstruktionen: Bretter, Drahtseile  und Balken, Netze und Sonstiges (z.B. über verkehrt herum aufgehängte Eimer und durch gezimmerte, hölzerne  Röhren!). Alles natürlich extrem wackelig und in schwindelnd erregender Höhe! Durch diese Herausforderung des Gleichgewichtsinnes und der damit verbunden Koordinationsfähigkeit und nicht zu vergessen: man braucht auch Mut – empfiehlt es sich deswegen nur an sportlich versierte Naturfreunde.

Kinder nehmen die Sache übrigens ganz locker, aber Vorsicht: obwohl man doppelt gesichert ist, nicht leichtsinnig werden und die Kinder nicht unbeaufsichtigt allein lassen. Ab einer Körpergröße von 1,10 Meter darf man in der Regel das Abenteuer wagen – Kinder unter 14 Jahren nur in Begleitung eines Erwachsenen. Wegen dieser persönliche Herausforderung wird so ein Besuch in einem Klettergarten häufig auch als Team-Training für Firmen und um den Zusammenhalt und das Team-Work zu fördern gebucht.

Die Ausrüstung bekommt man in der Regel gestellt, eine ausführliche Einweisung ist auch selbstverständlich – allerdings muss man sich auch erst mal überwinden, in luftiger Höhe über “Hühnerleitern” und ähnlich vertrauenserweckendes Geläuf zu klettern…

Die Preise der verschiedenen Anbieter bewegen sich allerdings nicht in den gleichen Grenzen.  Die Preise des günstigsten Anbieter hier in dieser Region belaufen sich auf 18€ für einen Erwachsenen www.kletterwald-waldkirchen.de , andere verlangen 39€ p.P. www.die-erlebnis-akademie.de

 

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